Bombenstimmung beim Bergfeuer Konzert in Sulz

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Fanclubs und Fans feierten mit beim 10- jährigen Jubiläum des Fanclubs Südbaden

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Bergfeuer begeisterte mit einem Feuerwerk der guten Laune

Zwei Tage wurde das 10-jährige Jubiläum gefeiert

Als am späten Samstagabend in der stimmungsgeladen Sulzberghalle die letzten Takte der Südtiroler Volksmusikgruppe Bergfeuer erklangen, sah man dem Vorsitzenden des Fanclubs Südbaden, Dieter Fleig, die Erleichterung im Gesicht geschrieben. „Die intensiven Vorbereitungen über viele Monate hinweg haben sich in allen Belangen gelohnt“. Die herbstlich geschmückte Kulturhalle in der Sulzberghalle war sehr gut besucht, wobei allerdings der überwiegende Teil echte Bergfeuer Fans waren. Aus allen Teilen Deutschlands, dem Elsass, Belgien, Österreich, Südtirol und aus der Schweiz waren die Fans angereist, und das Kommen brauchte auch diesmal keiner bereuen. Von Beginn eine Bombenstimmung unten den Festbesuchern, wobei gleich der Funke übersprang. Bereits bei den ersten Takten ein dichtes Gedränge vor der Bühne und dies hat uns auch sofort beflügelt alles zu geben, so jedenfalls Bergfeuerchef Joe Außerhofer in einem Pausengespräch mit unserer Zeitung. Sie erzählen nach eigener Aussage in ihren Liedern "Geschichten von Gefühl, Heimat, Freiheit, Romantik, Abenteuer und Liebe". Das machen andere Künstler aus dem Bereich der so genannten volkstümlichen Musik ebenfalls, aber die vierköpfige Gruppe Bergfeuer hat dem Genre eine neue Facette hinzugefügt: Fernöstliche Rhythmen und jene der nordamerikanischen Indianer. Beim Auftritt der Südtiroler am Samstagabend in der stimmungsgeladenen Sulzberghalle in Lahr-Sulz funktionierte die Mischung aus Polka und Kriegstanz, aus Dolomiten-Jodler, Himalaya und Rocky Mountains ausgezeichnet. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde getanzt, mitgeklatscht, mitgesungen, Wunderkerzen geschwenkt. Die beiden Freundinnen Nicole und Inge aus Ottenhöfen, zum ersten Mal auf einem Bergfeuer-Konzert, fanden es toll, vor allem die Stimmung und die Stimme von Sänger und Frontmann Joe Ausserhofer. Hans Sauer aus Urloffen, bereits einige Male bei Bergfeuer, sprechen die Texte an, der Schwung der Band, ihre Präsentation. Henry Fucks aus dem nahen Elsass kennt die Lieder aus dem Radio. Auch hier: Begeisterung. Bei Bergfeuer kommt zur "Heimatmusik" ein kräftiger Schuss Rock, was sich in den Instrumenten zeigt: zwei E-Gitarren, E-Bass und Keyboards. Die Gitarren-Soli von Zenzo Obwegs würden auch zu Bryan Adams oder Peter Maffay passen. Die Melodien sind sehr eingängig, oft schlagerhaft - aber nicht immer. Besungen werden die "Sterne von Nepal", die "Trommeln vom Kilimandscharo, das "Tausendbergeland", die "Wilden Wasser" (womit nicht nur die Flüsse, sondern auch die kernigen Typen Südtirols gemeint sind) und die Freiheit - die des Adlers im Wind, des Wanderers um fünf Uhr früh am Gipfelkreuz, die des "Drachenreiters". Der Klang der Stille in den Bergen, so heißt es, sei ihnen wichtiger als der ganze Lärm der Weltgeschichte. Zugleich wird ganz schön Party gemacht. Joe Ausserhofer ist eine prägnante Erscheinung, scharfkantiges Gesicht, langes, leicht ins graue gehendes Haar, von einem Stirnband mit archaischen Zeichen gehalten. Aus der Nähe betrachtet, später am Stand mit Fanartikeln, wirkt er ein kein bisschen müde, sondern war ehe ausgeglichen und sehr zugewandt. Sein Interesse für Archaisches, für Indianer, für Schamanen und Riten nimmt man ihm sofort ab. "Geronimo, ich möchte leben so wie du", heißt es in einem Bergfeuer-Lied. Immer ist es eine Männerwelt, die dargestellt wird ("Sag den Mädels Adios"), immer ist die Freiheit in den Bergen grenzenlos und zugleich assoziiert mit Adlern, Falken, Indianern, Wind, Weite. Bergfeuer interpretiert diesen Mythos, der immer auch die Rockmusik bewegte, siehe die Motorrad-Hymne "Born to be wild" und „Easy Rider“. Zugleich aber ist die Heimat mit ihren Berggipfeln der ebenso romantische Gegenentwurf: "Dahoam is dahoam, des gibt's nur oamal auf der Welt", - hier nicht anders als im amerikanisch geprägten Rock- und Country-Metier. Bergfeuer drückt diese Sehnsüchte, dieses Rauswollen aus der Tretmühle der Zivilisation, aus. Zugleich sind sie aufmerksam ihren Fans gegenüber, "anfassbar", wie man das in der Rock- und Volksmusikbranche kaum noch findet. Es war jedenfalls wieder einmal ein Rund um gelungenes Bergfeuer Konzert, wobei sich Jung und Alt gleichermaßen angesprochen fühlten.

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Bergfeuer liv in der Sulzberghalle in Sulz

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Bergfeuer Gipfel aufbauend 3
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